DIE SIEBEN LEBEN DES MAXIMILIAN

ZWEIERLEI RECHT

18:00 Uhr — Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Komposition, künstlerische Gesamtleitung: Cathy Milliken
Komposition: Daniel Oliver Moser
Texte: Kathrin Röggla
Musikalische Leitung: Klaus Niederstätter
Choreografie: Eveline Bader-Bettazza Dance Art
Dirigenten, Einstudierung: Josef Egger, Jan Golubkow, Andreas Knapp, Klaus Niederstätter, Markus Oberladstätter, Michael Plattner

Bundesmusikkapelle Weerberg
Trompetenensemble der LMS Schwaz
Städtisches Orchester Schwaz
StringSZ der LMS Schwaz
singacross – Chor der LMS Schwaz
Liedertafel Fruntsperg
Vokalensemble Euphonie
Amici Chor
Edith Mallaun (Orgel)
Dance Art
Polytechnische Schule

Ihr … Ihr … Ihr da drüben, hört mal!
Ihr … Ihr … Ihr da drüben, auf der falschen Seite seht mal!
Ihr … Ihr … Wir sind die Hiesigen, ihr die Diesigen … Ihr …


Eine Stadt: in zwei geteilt. Auf der einen Seite die Bergarbeiter, die Zugezogenen, auf der anderen Seite die Stadtmenschen. Der Silberabbau erlebte in Schwaz zur Zeit Maximilians nicht nur seine volle Blüte – Schwaz war die größte Bergbaumetropole Europas, die zweitgrößte Ansiedlung nach Wien. Der Bergbau veränderte auch die urbane Gesellschaft von Grund auf, schuf ein eigenes Rechtssystem und ließ eine „geteilte“ Stadt entstehen, wie noch heute an den Bürgerschiffen und Knappenschiffen der Stadtpfarrkirche zu erkennen ist. Aus dem Ort wurde durch den Zuzug der Bergarbeiter aus dessen umliegenden Ländern ein vielfältiges kulturelles Zentrum, deren Ausdifferenzierung sich in einer blühenden Bergwerkssprache zeigt. „Zweierlei Recht“ nimmt sowohl diese historische, soziale Teilung, als auch die kulturelle Vielfalt der Stadt Schwaz zum Anlass, von der Neufindung einer Welt zu erzählen, in einer Aufführungsform, die diesen Moment durchleuchtet – musikalisch räumlich und choreografisch.

Grundsituation ist die behauptete Erwartung Kaiser Maximilians in Schwaz.
Die Einwohner der „Stadt“, Schwaz hatte damals noch kein Stadtrecht, warten auf seine Ankunft, bzw. Wiederkunft. Er gilt als der, der die Prosperität der Stadt sichern soll, als Landesherr und Eigentümer des Bergwerks, aber auch durch seine Gesetze, durch die Einführung des Aktienhandels. Er ist die frühkapitalistische Personifizierung schlechthin. Wenn Schwaz heute ideell von seiner einstigen Größe lebt, ist diese Vorstellung gemeint. Heute wird der Kaiser aber nicht erscheinen, er bleibt eine Beschwörung, notwendige Fiktion, die die Bevölkerung spalten wird. Gleichzeitig aber für eine unheimliche Kreation einer Arbeitswelt stehen wird.

„Ihr ... Ihr ... Ihr da drüben, hört mal!
Ihr ... Ihr ... Ihr da drüben, auf der falschen Seite seht mal!
Ihr ... Ihr ... Wir sind die Hiesigen, ihr die Diesigen ... Ihr ...“

Der Text gliedert sich in zwei Abschnitte.
Der erste Teil ist für die Kirche gedacht. Hier findet das Publikum einen geteilten Ort vor, die Seite der „traditionellen“ Städter sowie die Seite der „hinzugereisten“ Bergwerksarbeiter, wie es historisch der Fall war. Der Chor wird in Erwartung der Ankunft von Kaiser Maximilian diese Zweiteilung aufnehmen und das gegenwärtig wieder so beliebte Teilungsprinzip – hiesige und diesige – fortführen, um sie in ihrer vergeblichen Suche nach Maximilian wieder aufzulösen.

Der zweite Abschnitt findet vor der Kirche statt, er folgt dem Prinzip der Litanei, man könnte ihn polemisch als religiöse Beschwörung einer kapitalistischen Ausdifferenzierung beschreiben und thematisiert diesen frühkapitalistischen Aufbruch unter Maximilian. Recht und die Organisation der Eigentumsverhältnisse. Aus dem scheinbaren Realismus erwächst aber durch erfundene Begriffe, die sich in die herkömmlichen Berufsbezeichnungen mischen, nach und nach ein immer fiktiver werdender Kosmos, der immer mehr auf die Gegenwart hinauswill und eine Blase, eine Welt in der Welt, sinnlich klarstellt, gleichzeitig überschreibt.

Komposition, künstlerische Gesamtleitung: Cathy Milliken
Komposition: Daniel Oliver Moser
Texte: Kathrin Röggla
Musikalische Leitung: Klaus Niederstätter
Choreografie: Eveline Bader-Bettazza Dance Art

Dirigenten, Einstudierung:
Josef Egger
Jan Golubkow
Andreas Knapp
Klaus Niederstätter
Markus Oberladstätter
Michael Plattner

Mitwirkende:
Bundesmusikkapelle Weerberg
Trompetenensemble der LMS Schwaz
Städtisches Orchester Schwaz
StringSZ der LMS Schwaz
Edith Mallaun (Orgel)
Amici Chor
Liedertafel Fruntsperg
singacross – Chor der LMS Schwaz
Vokalensemble Euphonie
Dance Art
Polytechnische Schule

Im Anschluss speisen Mitwirkende und Gäste an einer langen Tafel in der historischen Franz-Josef-Straße. In Kooperation mit dem Silbersommer Schwaz.
(gesonderte Kostenregelung für die Teilnahme an der „Langen Tafel“).



Shuttle-Transfer

Zur Veranstaltung in Schwaz wird ein kostengünstiger Shuttle-Transfer (Hin- und Rückfahrt) angeboten.

Pauschalpreis pro Person: EUR 15,00

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre fahren gratis!


Anmeldefrist bis zum: 14.06.2019


Zustiegsmöglichkeiten:

Ab Oberland

• Landeck/Zams: Bahnhof
• Imst: FMZ
• Ötztaler Höhe: OMV Tankstelle
• Telfs: Shell Tankstelle/Umfahrung
• Pettnau: Rasthaus Rosenberger
• Zirl West: Spar
• Völs: Jet Tankstelle CYTA
• Innsbruck: Busbahnhof Heiliggeiststraße/Spardabank
• Hall: Gasthof Badl
• Wattens: ÖAMTC

Ab Unterland

• Kitzbühel: Bahnhof
• St.Johann: Steinlechnerplatz
• Kufstein Nord: McDonalds
• Wörgl: Salzburgerstraße Lidl/Hofer
• Rattenberg: Parkplatz West
• Wiesing: Busstop



Paketpreis für den Shuttle-Transfer mit Hin- und Rückfahrt zu allen Stationen der „Sieben Leben des Maximilian“ (20.06.–23.06. & 28.06.–30.06.2019) pro Person EUR 95,00.

Ticket-Buchung und Fragen zum Bus-Transfer:

Martina Becker
Busreisen Tirol GmbH
0043 512 24555
martina.becker@lueftner.at

Stornobedingungen:
Für die jeweilige Veranstaltung kostenlos bis zur Anmeldefrist, danach bzw. bei Nichterscheinen 100%.

Alle Preise sind inkl. Steuern und Mautgebühren. Die Reisebetreuung findet durch einen qualifizierten Busfahrer statt.

Durchführender Veranstalter / Projektleitung: Klangspuren Schwaz, Tiroler Festival für neue
Musik / Angelika Schopper, Marco Russo

Logo Land Tirol Logo Innsbruck Logo Tirol